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23.12.2018

HEADSHAKING NIGHT 2018

Ein Tanzabend mit vier Rock Bands am 23. Dezember in der Braumanufaktur - Orangerie Ludwigslust.

2018-12-11 Headshaking Night
© Headshaking Night

Aus dem Schatten des Schlosses der Stadt Ludwigslust schallen kurz vor Weihnachten ganz eigene Sternsinger.
Zum zwölften Mal treffen sich dort die heimkehrenden Kinder, die nicht nur Geschenke für ihre Verwandtschaft mitbringen, sondern statt Weihrauch, Myrre und Salbei eben auch ihre Instrumente.
Völlig richtig: Die Headshaking Night ist zurück! 
Nach zwei Jahren Pause und unzähligen Spielstätten, nun in der Orangerie. Vier Bands liefern, was Ludwigslust schon viel zu lange nicht mehr gesehen und gehört hat.

Y [WAI] https://www.facebook.com/YUNOWAI/
Sie haben einen nicht geringen Teil ihrer besten Jahre zu zweit im Proberaum verbracht, um an ihrem druckvollen und zugleich unerhört entspannten Sound zu arbeiten. Entschlossene Riffs setzen sich auf einen Beat, der immer weiß, wo er hin will. Nämlich geradeaus. Auch wenn er nicht verlegen ist, sich für einige Ehrenrunden an Ort und Stelle um sich selbst zu drehen, die Bühne frei zu machen für hymnischen Harmoniegesang, der den mal schmeichelnden, mal angerotzten Leadvocals im Chorus gerne eine Krone aufsetzt. So entstehen Rockperlen wie „This House“, das mehr dramatische Brüche in seinen 3 Minuten 44 vereint, als man auf dem ersten locker durchgebangten Hören wahrnehmen würde.

Neume https://www.facebook.com/NEUMEmusic/
Was gibt es über Neume zu sagen, was nicht schon längst jede*r Ludwigsluster*in weiß? Außer dass das Debütalbum "Inch" schon 8 (ACHT) Jahre alt ist? Tim Bartels und Tim Jedro machen das trotzdem immer noch mit dem Unterschied, dass es mittlerweile Bass gibt. Ach, was erzähl ich, selbst das ist nichts Neues mehr seit der HSN16 in Grabow. 
Dennoch für die, die sie wirklich nicht kennen: Neume sind ein Noise-Rock Monster, dass sich rollend fortbewegt und beiseite drückt, was im Weg ist (also Ohren) und das in charmanter Stoner-Rock Tradition (man denke an Kyuss oder Monster Magnet) oder deren poppigeren und progressiveren Auswüchse (man denke an Queens of the Stone Age und Tool). 
Das mögen wir gerne.

Die Kerzen https://www.facebook.com/DieKerzen
… hätten noch nie bei einer Headshaking Night spielen können, denn zur letzten gab es sie noch gar nicht. Jelly Del Monaco, Die Katze, Fizzy Blizz und Super Luci erzählten gerade Märchen vom Wegfahren, von Moskovskaya in der Straßenbahn, vom Sternenhimmel Zwanglosigkeit und von Mozzarella, als sie feststellten, dass sie gerade deutschsprachige Indiemusik neu erfunden haben, indem sie ihrem Bauchgefühl lauschten. Yung Hurn sagte einmal, jede Zeile über die er länger als 15 Sekunden nachdenkt, ist nichts. Cloud Rap auf den Punkt gebracht. Das geht auch mit Dream Pop. Wenn dann noch 80s Einflüsse a la Prefab Sprout, Bananarama oder Tears For Fears dazu kommen, einsteht etwas, was sich am besten mit der positiven Konnotation von Cheesiness beschreiben lässt. Die Kerzen stellen die richtigen Fragen: Was sind Guilty Pleasures? Was ist Eitelkeit? Es muss nicht immer ein Resting Bitch Face hinter einer Sonnenbrille liegen. 

Plan P
Auch keine neuen Gesichter der Headshaking Night. Die Band um Petra Skrzypale hat schon zum Teil als AnnA.s vor wasweißich wie lange Rosenstolz Cover präsentiert. Man erinnere sich. 
Heute bringen sie die Mutter der Pop- und Rockmusik auf die Bühne: Blues.

Einlass: 19 Uhr
Preis: 12,50 €

VVK ab 1. Dezember:
Copy & Computer Adler
Schloßstraße 51
19288 Ludwigslust
Tel: 03874 42420
Mo-Fr: 9 - 18 und Sa: 10 - 18

https://www.facebook.com/events/2231809037097838/