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05.12.2020

28 neue Coronafälle im Landkreis LUP registriert

Weitere Schulklassen und Kita-Gruppen in Ludwigslust-Parchim von Quarantänemaßnahmen betroffen / Der Inzidenzwert steigt auf 67,5

TAGAKTUELL
© Landkreis Ludwigslust-Parchim

Das Gesundheitsamt des Landkreises Ludwigslust-Parchim hat am heutigen Sonnabend (5.12.2020) dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) MV 28 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Damit gibt es – seit Auftreten des ersten Infektionsfalls am 14. März dieses Jahres 957 Coronainfizierte. Nach einer Virusinfektion wieder genesen sind 699 Menschen. Aktuell aktiv mit dem Coronavirus infiziert sind 252 Personen, 14 müssen stationär behandelt, vier von ihnen müssen intensivmedizinisch betreut und beatmet werden. Sechs Menschen sind an den Folgen einer Coronavirusinfektion verstorben. 

Die 7-Tage-Inzidenz lag am Freitag (4.12.2020) bei 56,7 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Aktuell liegt sie bei 67,5. 

Aufgrund der Neuinfektionen sind auch weitere Schulklassen und Kindertagesstätten im Landkreis betroffen. Unter anderem musste die Klassenstufe 9 in Sternberg in Quarantäne versetzt werden. Quarantäneanordnungen gab es auch für eine 8. und 10. Klasse der Regionalen Schule Brüel, für zwei Klassen der Beruflichen Schule Parchim sowie für jeweils eine Kita-Gruppe in Eldena und in der Südstadt-Kita in Parchim. Die Kontaktermittlung lief am heutigen Sonnabend auf Hochtouren. Betroffen von Quarantäneanordnungen des Gesundheitsamtes sind mehr als 1400 Personen.

Landesweit gibt es ein einheitliches Vorgehen, wenn Kinder von Quarantänemaßnahmen betroffen sind. So wird den Erziehungsberechtigten ausschließlich eine Quarantäneanordnung für das betroffene Kind erteilt. Laut Landesamt für Gesundheit und Soziales MV sieht es die Gesetzeslage vor, einen Quarantänebescheid nur für Personen, die direkten Kontakt zu einer SARS-CoV-2 positiven Person hatten, auszustellen. Kinder unter zwölf Jahre müssen durch einen Erziehungsberechtigten während der Quarantäne begleitet werden. Diese sogenannte Quarantänebegleitung durch einen Elternteil kann zu Verdienstausfall führen. Beim Arbeitgeber kann eine entsprechende Entschädigung beantragt werden. 

Während der Quarantänebegleitung durch einen Elternteil sollten die Hygiene- und Abstandsregelungen eingehalten werden, das heißt, dass der Elternteil, der die Betreuung des betroffenen Kindes übernimmt, dennoch einkaufen gehen dürfte. Dennoch wird dazu geraten, sich während der Quarantänebegleitung ebenfalls von anderen Personen abzusondern. 

Die Corona-Hotline 03871 722-8800 ist montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr erreichbar.

Wer Verdacht auf eine Corona-Infektion hat, sollte telefonisch mit dem Hausarzt Kontakt aufnehmen und sich in häusliche Quarantäne begeben. Außerhalb der Sprechzeiten und am Wochenende ist der Notdienst der Kassenärztlichen Vereinigung unter der Telefonnummer 116 117 zu erreichen.

Weitere Informationen – unter anderem Hinweise zu Quarantäne, zu Schulen und Kitas  und zu Wirtschaftshilfen – finden Sie auf der Internetseite des Landkreises unter www.kreis-lup.de/corona