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01.06.2021

Maßnahme gegen Eichenprozessionsspinner beendet

An den vergangenen zwei Tagen wurden insgesamt rund 90 Kilometer Eichenalleeabschnitte überflogen / Jetzt beginnt die Beobachtungsphase

2021-06-01 Raupe Eichenprozessionsspinner (c) pixabay
© pixabay

Im südlichen und westlichen Teil des Landkreises Ludwigslust-Parchim wurden am 31. Mai und 1. Juni 2021 Hubschrauberflüge zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) vorgenommen. Bei optimalen Einsatzbedingungen wurden insgesamt zirka 90 Kilometer Eichenalleeabschnitte, die stark von der Raupe des befallen sind, behandelt. Genutzt wurde ein Biozid auf Basis eines Bodenbakteriums, Foray ES. 

Für die Koordination und erforderliche Absperrmaßnahmen waren zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus Einrichtungen des Landkreises Ludwigslust-Parchim und Landesbehörden beteiligt. Die Wirksamkeit der Maßnahme und die weitere Entwicklung der Populationsdichte im Landkreis wird in den kommenden Sommermonaten durch umfangreiche Nesterzählungen beobachtet und kontrolliert. 

Grundlage für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners aus der Luft ist die am 17. Mai erlassene „Allgemeinverfügung des Landkreises Ludwigslust-Parchim zur vorbeugenden Abwendung gesundheitlicher Gefahren durch den Eichenprozessionsspinner“ gewesen. 

Um diesen Nachtfalter war es im Landkreis Ludwigslust-Parchim nach 2015 ruhig geworden. Aufgrund der Massenvermehrung ab 2010 wurden in den Jahren 2012 bis 2015 teilweise noch umfangreiche Bekämpfungsmaßnahmen durchgeführt. Diese führten zu einem deutlichen Rückgang des EPS. Spätestens seit dem „Rekordsommer“ von 2018 erholte sich die wärmeliebende Art jedoch und an immer mehr Straßenabschnitten lassen sich deshalb die typischen Raupen-Nester in immer größerer Zahl finden. Nach enttäuschenden Versuchen, das Problem lokal durch das mechanische Entfernen der Raupen und Nester zu lösen, ist deshalb in diesem Jahr wieder ein umfangreicherer Biozid-Einsatz erforderlich gewesen.