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11.12.2019

Fördergeld für Kulturhaus Mestlin

Projekt in Trägerschaft des Landkreises Ludwigslust-Parchim mit Bewerbung erfolgreich: Kulturstiftung des Bundes gibt 1,25 Millionen Euro im Rahmen des TRAFO-Programms

Das ehemalige sozialistische Dorfensemble in der Gemeinde Mestlin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) mit dem Kulturhaus im Zentrum wird über das TRAFO-Programm der Kulturstiftung des Bundes gefördert. Der Landkreis als Projektträger hat sich in dem seit Sommer dieses Jahres laufenden Bewerbungsverfahren durchgesetzt und erhält eine Förderung in Höhe von insgesamt 1,25 Millionen Euro in den Jahren 2020 bis 2023.

„Dass unsere Bewerbung erfolgreich war, freut mich sehr für den Landkreis als ländliche Region und insbesondere für Mestlin und die Umgebung“, sagt Landrat Stefan Sternberg, „es ist ein echter Gewinn für die Weiterentwicklung unsere Kulturlandschaft und für ein Plus an Lebensqualität.“ Getreu dem Motto „Nachdenken, Vordenken, Land(neu)denken“ könnten das ehemalige Musterdorf Mestlin und sein Kulturhaus nun zum Soziokulturellen Zentrum in der Region Goldberg/Crivitz/Parchimer Umland umgestaltet werden, so Landrat Sternberg.

Die geplanten Vorhaben sind so vielfältig wie die Region. Konzerte, Theater, Kino, Lesungen und Diskussionen sollen in Zukunft das Kulturhaus beleben. Ausstellungsformate, die in 2019 bereits erfolgreich erprobt wurden, sollen weiter entwickelt und ausgebaut werden. Kreisvolkshochschule und Kreismusikschule werden sich mit Bildungsangeboten in der Region engagieren. Formate wie „Mestlin rockt“ können erweitert, Workshops für Laientheater können etabliert werden. Digital-Lotsen werden ebenso den Weg nach Mestlin finden. Auch Erlebniswanderungen unter Einbeziehung der Naturparks „Nossentiner/ Schwinzer Heide“ und „Feldberger Seenlandschaft“ werden als Angebot geschaffen. Nicht zuletzt wird es in dem Projekt auch darum gehen, sich intensiv mit der (e-)Mobilität im ländlichen Raum zu befassen.

Mit dem TRAFO-Programm unterstreicht die Kulturstiftung des Bundes die Bedeutung kultureller Infrastruktur für ländliche Räume. Das bundesweit große Interesse an diesen Zukunftsperspektiven führte 2018 zur Ausweitung des Programms: In Abstimmung mit den bis dahin noch nicht an TRAFO beteiligten Flächenbundesländern wurden 18 Regionen über einen Zeitraum von anderthalb Jahren mit bis zu 40.000 Euro gefördert, um ein Transformationsprojekt zu entwickeln. Von 17 eingereichten Förderanträgen wählte die Fachjury sieben Regionen aus, die für die Umsetzung ihres Projektes jeweils 1,25 Mio. Euro in den Jahren 2020 bis 2023 erhalten.