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27.12.2020

Impfstart im Landkreis Ludwigslust-Parchim

Landkreis erhielt am Sonntag (27.12.2020) rund 1000 Impfdosen / In den kommenden Tagen werden weitere mobile Impfteams im Landkreis unterwegs zu den Pflegeeinrichtungen sein

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Die ersten rund 1000 Impfdosen nehmen Impfmanager Thomas Schmidt (l.) und Landrat Stefan Sternberg für den Landkreis Ludwigslust-Parchim entgegen. © Landkreis Ludwigslust-Parchim

Die letzten Sekunden laufen runter. Das Smartphone piept. Der Schnelltest ist negativ. „Ohne negativen Schnelltest kann das mobile Impfteam keine Pflegeeinrichtung betreten“, erklärt Daniela Bennöhr, eine der vier Impfzentrenleiter in den kommenden Wochen. Eigentlich gehört Daniela Bennöhr zum Fachdienst 38 – Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Jetzt unterstützt sie während der Corona-Pandemie den Katastrophenschutzstab des Landkreises – wie viele weitere Verwaltungsmitarbeiter. Daniela Bennöhr wirft noch einen letzten Blick auf den Schnelltest: Jetzt sind alle vier Tests ausgewertet. Gleich können Dr. Konrad Rösel und Dr. Gerd Wallstabe – zwei Ärzte aus Lübz – gemeinsam mit Nicole Stenzel und Christian Porst starten. Das Quartett fährt am heutigen Sonntag (27.12.2020) die erste Pflegeeinrichtung im Landkreis an. „Wir haben in den Einrichtungen in den vergangenen Wochen die Impfbereitschaft abgefragt. Einige waren mit der Rückmeldung sehr schnell“, erklärt Landrat Stefan Sternberg. Er zeigt sich sichtlich erleichtert, als er am Vormittag den Karton mit den rund 1000 Impfdosen entgegennehmen kann. Bereits in der ersten Einrichtung ist die Impfbereitschaft groß. „97 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner sowie 90 Prozent der Mitarbeiter wollen sich heute impfen lassen“, sagt Impfmanager Thomas Schmidt. 

Doch bevor das Team losfahren kann, müssen noch einige Vorbereitungen getroffen werden – vor allem Papierkram gibt es zu erledigen. Der gehört dazu. Alles muss sauber und ordentlich dokumentiert werden, schließlich erfolgt nach der ersten Impfung 21 Tage später die zweite Impfung der Impfwilligen. „Heute fährt nur ein mobiles Team raus“, erklärt Thomas Schmidt weiter. Bereits am Montag (28.12.2020) werden es insgesamt sechs mobile Teams sein, die in die Pflegeeinrichtungen fahren werden. Alle mobilen Teams bekommen dann einen Notfallrucksack mit, weitere wichtige Materialen wie FFP2-Masken, Schutzkittel, Desinfektionsmittel. „Einen Notfallrucksack bekommt man in der Regel immer mit, wenn geimpft wird. Das ist keine Besonderheit“, betont Amtsärztin Dr. Ute Siering. 

Mit 100 Impfdosen startet dann das Team. „Ich habe mich freiwillig gemeldet, weil ich davon überzeugt bin. Und: Es ist die wichtigste Maßnahme im Kampf gegen die Pandemie“, sagt Christian Porst. Er unterstützt das mobile Impfteam als medizinische Fachkraft. Alltags arbeitet er als Lehrer in der Landesfeuerwehrschule, ist ausgebildeter Rettungsassistent. Auch für Dr. Konrad Rösel aus Lübz ist sein Einsatz eine Selbstverständlichkeit. „Ich bin Arzt und als solcher bin ich zum Helfen verpflichtet. Deshalb bin ich ja Arzt geworden“, sagt Dr. Rösel,der im Vorfeld bei seinen Team-Kollegen die Schnelltests macht. Für Dr. Gerd Wallstabe kein Problem. „Ich kenne das schon. Es ist ein wenig unangenehm, aber es gibt durchaus Schlimmeres“, sagt der Lübzer. 

Über die positiven Rückmeldungen aus den Einrichtungen freut sich auch Amtsärztin Dr. Ute Siering: „Mit dem Impfstart sehen wir endlich so etwas wie ein kleines Licht am Ende des Tunnels. Jetzt ist es vor allem wichtig in den Pflegeeinrichtungen zu beginnen. Denn genau dort gab es auch bei uns im Landkreis in den vergangenen Tagen steigende Fallzahlen. Der Impfstart ist ein wichtiger Schritt, um der Pandemie Herr zu werden.“ 

Weitere Informationen zum Impfen finden Sie unter: www.kreis-lup.de/corona-impfung