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03.12.2020

Zwei Covid-19-Impfzentren im Landkreis LUP

Stadthallen in Ludwigslust und Parchim stehen zur Verfügung / Ab Mitte Dezember sollen die Zentren aufgebaut werden / Vor allem Personal wird benötigt

2020-12-03 Impfen_pixabay
© pixabay

Eine logistische Herausforderung beschäftigt derzeit den Landkreis Ludwigslust-Parchim. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie steigt die Hoffnung auf einen Impfstoff. In Deutschlands zweitgrößtem Landkreis wird es zwei Covid-19-Impfzentren geben – das eine in Ludwigslust, das andere in Parchim. Beide Stadthallen stehen ab Mitte Dezember für zunächst sechs Monate zur Verfügung. Die Vorbereitungen laufen derzeit auf Hochtouren. Unterstützt werden die Impfzentren von mobilen Teams – bestehend aus Ärzten, medizinischem Fachpersonal sowie Verwaltung. „Bislang konnten wir 40 Ärzte für die Aufgabe in den Impfzentren gewinnen. Das ist aber noch nicht genug, vor allem auf die Unterstützung von medizinischem Fachpersonal und von Verwaltungsfachangestellten sind wir in den kommenden Monaten angewiesen. Mein besonderer Dank geht an die beiden Stadtverwaltungen Ludwigslust und Parchim, sowie den Krankenhäusern in unserem Landkreis für die gute Zusammenarbeit. An den Gesprächen im Vorfeld habe ich ganz deutlich erkennen können, dass wir alle an einem Strang ziehen. Während dieser langen Phase sehe ich aufgrund der Tatsache, dass Impfstoffe kurz vor der Zulassung stehen, das erste Mal Licht am Ende des Tunnels“, sagt Landrat Stefan Sternberg. 

Um einen reibungslosen Ablauf in den Impfzentren zu gewährleisten, gibt es einen genauen Ablauf am Impftag:

  1. Anmeldung: Personaldaten werden aufgenommen, der zugesendete Aufklärungsbogen wird entgegengenommen oder der Anamnesebogen und  der Impfnachweis werden ausgedruckt.
  2. Voruntersuchung: Mit den Unterlagen aus der Anmeldung geht es zur Voruntersuchung. Hier wird die Impffähigkeit durch einen Arzt festgestellt; der Anamnesebogen abschließend ausgefüllt.
  3. Impfstraße: Aus dem Wartebereich wird der Impfling aufgerufen, danach erfolgt die Impfung. In den Impfzentren wird es jeweils vier Impfstraßen parallel geben. Angedacht sind zehn Impfungen pro Straße pro Stunde.
  4. Beobachtungsraum: Gut 15 Minuten verbringt der Impfling noch im Zentrum, das ist die sogenannte Nachbeobachtung.

Der komplette Ablauf erfolgt im Einbahnstraßensystem und die Einrichtungen werden dauerhaft überwacht. Acht Stunden am Tag sollen die Impfzentren abdecken. Die beiden Zentren im Landkreis werden von Montag bis Freitag von 6 bis 10 Uhr und von 16 bis 20 Uhr geöffnet haben; am Wochenende von 8 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 17 Uhr. An Weihnachten und Silvester bleiben die Zentren geschlossen. 

Die mobilen Impfteams werden voraussichtlich von 8 bis 16 Uhr im Einsatz sein und  werden im ersten Anlauf stationäre Einrichtungen aufsuchen. 

Um die 70 Personen werden täglich in den Impfzentren im Einsatz sein. Ärzte, medizinisches Fachpersonal, Verwaltungsmitarbeiter werden benötigt. Deshalb bittet der Landkreis Ludwigslust-Parchim Personen aus diesen Berufsgruppen, die den Landkreis bei der Arbeit in den Impfzentren unterstützen möchten, sich per E-Mail an den Katastropenschutzstab zu wenden: katschutzstab@kreis-lup.de

Je nach Zulassung der möglichen Impfstoffe kann mit dem Impfen im Landkreis Ludwigslust-Parchim Mitte Dezember begonnen werden – pro Tag sollen bis zu 500 Impfungen stattfinden. 

Ein zweiter Impftermin ist zum Abschluss des Impfsschutzes bei den bisher benannten Impfstoffen notwendig und wird im Terminmanagement gleich mit vorgesehen. Je nach Imfpstoff wird dies nach 21 oder 28 notwendig sein.