Kommunale Kriminalprävention im Landkreis Ludwigslust-Parchim

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Kriminalprävention hat die Aufgabe, die unterschiedlichsten Erscheinungsformen von Kriminalität bereits in ihrer Entstehung zu erkennen und daraus vorbeugende Maßnahmen zu entwickeln und durchzuführen.
Da die Ursachen vielfältig sind, ist Kriminalprävention nicht nur eine Aufgabe der Polizei und Justiz, sondern vielmehr ein gesamtgesellschaftliches Anliegen.
Die Grundlage für kommunale Kriminalprävention ist die Erkenntnis, dass bei der Bekämpfung der Kriminalität ein gemeinsames, vernetztes Vorgehen aller Verantwortlichen weit mehr Erfolg verspricht als Einzelmaßnahmen. Daher sollen alle gesellschaftlichen Kräfte in die gemeinsame Sicherheitsarbeit einbezogen werden. Dies geschieht im Landkreis Ludwigslust-Parchim durch die Arbeit des Kriminalitätspräventionsrates, deren Vorsitz unser Landrat, Herr Rolf Christiansen, übernommen hat.

 "Besser ist es, den Verbrechen vorzubeugen, als sie zu bestrafen." (Cesare Beccaria 1764)

Fördermöglichkeiten für Kleinstprojekte 2018

Unterstützt wird praktische Präventionsarbeit vor Ort.

Beispiele für Präventionsprojekte:          

  • Medien- und Kommunikationsaufklärung
  • Umgang mit Rauschmitteln
  • Integration als Prävention
  • Jugendkriminalität
  • Verkehrssicherheit
  • Gewalt gegen Frauen/sexualisierte Gewalt
  • Sport statt Gewalt
  • Diskussionsrunden, Vorträge und Webinare zu Präventionsthemen

 Finanzielle Förderung (gem. Pkt. 5.3 der Förderrichtlinie )

Zweckbindung

  • Aufwandsentschädigung (5,00 €/Stunde)
  • Honorarkosten
  • Verbrauchsmaterial
  • Geschäftsbedarf
  • Eintrittsgelder
  • Miet- und Bewirtungskosten
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • pädagogisches Material
  • Fahrkosten

Diese Aktivitäten der Präventionsarbeit können alle Altersgruppen einbeziehen. Ein Rechtsanspruch auf finanzielle Mittel besteht nicht.

Formular zur Antragstellung

Projektantrag-KPR LK LWL-PCH

Sollten Sie Fragen zur Antragstellung haben, melden Sie sich telefonisch oder schreiben Sie eine Mail.

Präventionstage - aktuelle Förderung für 2018

Der Kommunale Präventionsrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim fördert auch 2018 Projekttage im Gebiet des Landkreises.

Motto 2018 „Face 2 Face“ – von Angesicht zu Angesicht

Beispiele für Präventionsthemen:        

  • Medien- und Kommunikationsaufklärung
  • Umgang mit Rauschmitteln
  • Integration als Prävention
  • Jugendkriminalität
  • Verkehrssicherheit
  • Gewalt gegen Frauen/sexualisierte Gewalt
  • Sport statt Gewalt

Finanzielle Förderung (max. 400,00 € pro Präventionstag)

Zweckbindung

  • Verbrauchsmaterial (max. 150,00 €)
  • Aufwandsentschädigung (5,00 €/Stunde)
  • Büromaterial
  • Versorgung
  • pädagogisches Material
  • Fahrkosten (Positionen 2 -6 jeweils ca. 50,00 €)

Diese Aktivitäten der Präventionsarbeit können alle Altersgruppen einbeziehen. Ein rechtlicher Anspruch auf Förderung besteht nicht.

Formular zur Antragstellung

Projektantrag-KPR LK LWL-PCH

Sollten Sie Fragen zur Antragstellung haben, melden Sie sich telefonisch oder schreiben Sie eine Mail.

Fördermöglichkeiten für Präventionsprojekte 2019

Wichtiger Hinweis!

Jeder Projektantrag ist beim Kommunalen Präventionsrat bis zum 30.09. eines Jahres für das nachfolgende Haushaltsjahr schriftlich einzureichen.

In Mecklenburg-Vorpommern wird seit 1995 - über den Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung (LfK) - gesamtgesellschaftliche Präventionsarbeit auf Landes- und Kommunalebene organisiert, koordiniert und finanziell gefördert.

Die Fördermittel werden auf der Grundlage der Richtlinie zur Förderung von Projekten der Kriminalitätsvorbeugung beantragt und vergeben. Gefördert werden Projekte zur Kriminalitätsvorbeugung.

Antrag zur Förderung von Projekten der Kriminalitätsvorbeugung

www.kriminalpraevention-mv.de

Zuwendungsempfänger für Präventionsprojekte sind:

  • Städte und Gemeinden
  • freie Träger, Institutionen oder Einzelpersonen, die im Sinne der Kriminalitätsvorbeugung tätig sind

Zuwendungsvoraussetzungen für die Förderung

Der Zuwendungsempfänger muss seinen Sitz und Wirkungskreis im Landkreis Ludwigslust-Parchim haben. Antragsteller, die bereits Zuwendungen für denselben Zweck bei anderen Stellen des Landes erhalten, können nicht berücksichtigt werden.

Bei Präventionsprojekten im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit ist ein fachspezifischer Nachweis über die Qualifikation der Betreuerinnen und Betreuer zu erbringen.

Art, Umfang und Höhe der Zuwendungen

Es handelt sich um eine Fehlbetragsfinanzierung durch den Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung. Die Zuwendung wird im Rahmen der Projektförderung als nicht rückzahlbarer Zuschuss bewilligt. Die Förderung beträgt bis zu 80 %, der gemäß Richtlinie unter Nummer 5.3 als zuwendungsfähig anerkannten Gesamtausgaben. Dabei soll die Förderung den Betrag von 1.000,00 € grundsätzlich nicht unterschreiten.

Für Honorarleistungen gelten folgende Regelungen:

  • 25,00 EUR pro Stunde für Honorarleistungen mit Nachweis eines Hochschulabschlusses
  • 15,00 EUR pro Stunde für qualifizierte Referenten/Trainer
  •   5,00 EUR für alle anderen Honorarleistungen

Für Referenten/Trainer, die Projekte an Schulen durchführen, ist zusätzlich ein fachspezifischer Nachweis über ihre Qualifikation zu erbringen.

Verwendungsnachweis

Die einfachen Verwendungsnachweise sind durch den Zuwendungsempfänger bis spätestens sechs Monate nach Beendigung der Maßnahme unter Verwendung des entsprechenden Formulars (Verwendungsnachweis) beim 

Ministerium für Inneres und Europa MV
Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung M-V
-Geschäftsstelle-
Alexandrinenstraße 1
19055 Schwerin

vorzulegen. Im Verwendungsnachweis sind die einzelnen Einnahmen und Ausgaben in zeitlicher Reihenfolge und voneinander getrennt auszuweisen. Diesem ist ein Sachbericht beizufügen. 

 EUROs für die Prävention

Tipps zur Sicherheit

Polizeiliche Kriminalprävention im Landkreis Ludwigslust-Parchim

Informationen zum Thema Seniorensicherheit

Vorsicht: Falscher Polizist am Telefon

Trickbetrüger geben sich am Telefon als Polizisten, Staatsanwälte oder andere Amtspersonen aus, um vorwiegend ältere Menschen zur Herausgabe ihrer Wertsachen zu bringen. Dabei nutzen sie eine spezielle Technik, die bei einem Anruf auf der Nummernanzeige ihrer Opfer die Notrufnummer 110, die Rufnummer der örtlichen Polizeidienststelle oder des Bundeskrimimalamts (BKA) erscheinen lässt.

Opfer sollen Geld und Wertsachen herausgeben

Unter Vorwänden, wie beispielsweise die Polizei habe Hinweise auf einen geplanten Einbruch, gelingt es den Betrügern immer wieder, ihren Opfern mittels geschickter Gesprächsführung glaubwürdig zu vermitteln, dass ihr Geld und ihre sonstigen Wertsachen zuhause nicht sicher seien. Ein Polizist in Zivil werde vorbei kommen, um das gesamte Geld und sämtliche Wertsachen „in Sicherheit“ zu bringen. Ein anderer Vorwand ist, dass die Ersparnisse auf untergeschobenes Falschgeld überprüft bzw. Spuren gesichert werden müssten, ein Polizist komme vorbei und werde Geld beziehungsweise Wertsachen abholen.

Täter behaupten, Bankangestellten sei nicht zu trauen

Auch auf die Konten und Bankdepots ihrer Opfer haben es die Betrüger abgesehen. Unter dem Hinweis, die Bankmitarbeiter seien korrupt oder steckten mit den angeblichen Einbrechern unter einer Decke, sollen die Angerufenen ihr gesamtes Vermögen auf der Bank nach Hause holen und einem Unbekannten, der sich als Polizist ausgibt, übergeben, um es in Sicherheit zu bringen.

Andere Betrugsopfer werden von der falschen Polizei dazu aufgefordert, Unbekannten, die sich als Polizisten ausgeben, Geld zu übergeben oder per Western Union ins Ausland zu überweisen, damit eine angebliche Betrügerbande festgenommen werden könne.

Opfer werden unter Druck gesetzt

Unter Umständen melden sich die Täter immer wieder bei ihren Opfern und setzen diese unter Druck, so dass sie am Ende nicht mehr klar denken können. Dabei gehen sie vollkommen skrupellos und erfindungsreich vor - je nachdem wie ihre Opfer reagieren. Sie erkundigen sich beispielsweise, ob diese alleine zuhause sind und fordern sie dazu auf, nur noch mit dem Handy zu telefonieren, so dass weder Angehörige noch die richtige Polizei benachrichtigt werden können. Die Telefonate können so lange dauern, bis ein Opfer zur Bank gegangen und Geld und Wertgegenstände an die Täter übergeben hat.

Reagiert ein Opfer misstrauisch, wird es u.a. mit dem Hinweis, es behindere eine polizeiliche „Aktion“, wenn es nicht mitmache oder es sei zur Mithilfe verpflichtet, um die „Täter“ festnehmen zu können, eingeschüchtert: So gaben sich die Betrüger auch schon als Mitarbeiter des Bundeskriminalamts in “hochgeheimer Mission“ aus. Hatten sich ihre Opfer bereits bei der richtigen Polizei gemeldet, weil sie misstrauisch geworden waren, kontaktierten die Täter ihr Opfer erneut, um es mit dem Hinweis, diese echte Polizei sei korrupt und würde die hochgeheime Operation des Bundeskriminalamts stören, zu verwirren. Dabei scheuten sich die Betrüger nicht, gefälschte Verpflichtungserklärungen zum Beispiel eines „informellen Mitarbeiters des Bundeskriminalamts“ oder ähnliche Anschein-Dokumente zu verwenden, um ihr Opfer zu täuschen.

Tipps der Polizei:

  • Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten oder dazu auffordern, Geld oder Wertsachen herauszugeben.
  • Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotruf-Nummer 110 an.

Das tun nur Betrüger. Sind Sie sich unsicher, wählen Sie die Nummer 110. Benutzen Sie dabei aber nicht die Rückruftaste, da Sie sonst möglicherweise wieder bei den Betrügern landen, sondern wählen Sie die Nummer selber.

Sie können sich aber auch an das örtliche Polizeirevier wenden. Erzählen Sie den Beamten von den Anrufen. Am besten ist, wenn Sie die Nummer Ihrer örtlichen Polizeibehörde sowie die Notrufnummer 110 griffbereit am Telefon haben, damit Sie sie im Zweifelsfall selber wählen können.

  • Geben Sie am Telefon nie Auskunft über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse oder andere sensible Daten.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Geben Sie Betrügern keine Chance, legen Sie einfach den Hörer auf. Nur so werden Sie Betrüger los. Das ist keinesfalls unhöflich!
  • Öffnen Sie unbekannten Personen niemals die Tür. Ziehen Sie gegebenenfalls eine Vertrauensperson hinzu, z.B. Nachbarn oder nahe Verwandte.
  • Übergeben Sie niemals unbekannten Personen Geld oder Wertsachen.

Legen Sie den Telefonhörer auf, wenn:

  • Sie nicht sicher sind, wer anruft.
  • Sie der Anrufer nach persönlichen Daten und Ihren finanziellen Verhältnissen fragt, z.B. ob Sie Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände im Haus haben.
  • Sie der Anrufer auffordert, Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände herauszugeben, bzw. Geld zu überweisen, insbesondere ins Ausland.
  • Sie der Anrufer unter Druck setzt.
  • Der Anrufer Sie dazu auffordert, zu Fremden Kontakt aufzunehmen, z.B. zu einem Boten, der Ihr Geld und Ihre Wertsachen mitnehmen soll.

Glauben Sie Opfer eines Betrugs geworden zu sein? Wenden Sie sich sofort an die örtliche Polizeidienststelle und erstatten Sie Anzeige.

Neben dieser Betrugsmasche gibt es weitere, die das Ziel haben, ältere Menschen dazu zu bringen, ihre Ersparnisse auf der Bank abzuheben und an Betrüger auszuhändigen. Informationen hierzu finden Sie unter www.polizei-beratung.de

Weiteres Informationsmaterial  zum Thema Seniorensicherheit erhalten Sie auch auf Nachfrage unter folgender Kontaktadresse:

Kriminalitätspräventionsrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim

Koordinatorin Frau Anett Nuklies

Putlitzer Str. 25

19370 Parchim

Tel. 03871-7221605

E.-Mail: anett.nuklies@kreis-lup.de

 

Live-Hacking – Fachtag zur Informationssicherheit

Ob Hacking oder Datendiebstahl, geknackte Passwörter oder gezielte Angriffe auf mobile Datenträger, Cyber-Kriminalität kann enorme Schäden anrichten.

Aufgrund der immer häufiger auftretenden Cyber-Attacken auf private und öffentliche Rechner veranstaltete der Kriminalitätspräventionsrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim und deren Arbeitsgruppe „Kontra Gewalt“ am 31.05.2018 im Solitärgebäude des Landkreises in Parchim einen Fachtag mit Experten zu diesem Thema. Rund 100 Vertreter aus Schulen, Behörden, Jugendclubs, Bildungsträgern, Mitarbeiter von Beratungsstellen sowie Mitglieder von Vereinen und Verbänden folgten der Einladung der Koordinierungsstelle, die im Büro für Chancengleichheit angesiedelt ist.

In der Eröffnungsrede, die Herr Andreas Neumann, Beigeordneter des Landkreises hielt, verglich er den Datenklau mit einem analogen Einbruch in die Wohnung. „Wenn es um unser – digitales – Leben geht, sind viele von uns nach wie vor sehr leichtfertig. Wir lassen, um es anschaulich auszudrücken, die Tür sperrangelweit offen und laden völlig fremde Menschen förmlich dazu ein, in unseren Sachen zu stöbern. Dass das gefährliche Folgen haben kann, wissen wir nicht erst seit heute. Auch wir, als öffentliche Verwaltung, müssen uns dem hochkomplexen Thema Datensicherheit bestmöglich stellen, um im Zeitalter des digitalen Wandels auf unserer Ebene vertrauensvoll mit den Daten der Bürgerinnen und Bürger umzugehen.“ so Andreas Neumann.

„Auch ich werde diesen Fachtag nutzen, um mein Bewusstsein für das Thema Datensicherheit zu schärfen und zukünftig wahrscheinlich/hoffentlich weniger sorglos sein.“ gestand Annnette Hochhardt, Leiterin der AG „Kontra Gewalt“ während ihrer Begrüßung.

Als Expertenteam waren die Computerspezialisten Markus Jöst und Raimund Kieß von der consectra GmbH aus Offenbach vor Ort. Sie präsentierten live, welchen Gefahren man beim Gebrauch des Internets ausgesetzt ist und wie leicht es beispielsweise ist, sich in einen anderen Computer einzuloggen. So wurden unterschiedlichste Gefahrensituationen simuliert und auf Schwachstellen aufmerksam gemacht. Trotz hochsommerlicher Temperaturen blieb die Spannung bis zum Ende der Veranstaltung am Nachmittag. Wie viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach der Veranstaltung zumindest ihre Passwörter geändert haben kann man natürlich nur schätzen, aber es sind garantiert viele, die nun mit ihrem neuen Wissen das Thema „Datensicherheit“ anders angehen.

Wir danken dem Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung Mecklenburg-Vorpommern für die finanzielle Unterstützung zur Durchführung dieses Fachtages.

Anett Nuklies

Koordinatorin des Kriminalitätsrates des Landkreises Ludwigslust-Parchim

Qualitätssiegel "Sicherheit macht Schule"

Ehrung von fünf Schulen des Landkreises

Fünf Schulen unseres Landkreises zählten 2012 zu den ersten, die vom Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung für ihre vorbildliche Präventionsarbeit mit dem Qualitätssiegel „Sicherheit macht Schule“ ausgezeichnet wurden. Die Gültigkeit des Siegels war zunächst auf fünf Jahre begrenzt.

Schulen mit dem Qualitätssiegel verdeutlichen, dass sie über ihre in Gesetzen und Verordnungen geregelten Pflichtaufgaben hinaus eine breite Palette an unfall-, gesundheits- und gewaltpräventiven Maßnahmen anbieten und damit der objektiven und subjektiven Sicherheit der Schülerinnen und Schüler sowie ihrer Lehrerinnen und Lehrer einen besonderen Stellenwert im Schulalltag beimessen.

Ab Januar 2017 bestand für diese Schulen die Möglichkeit, die Berechtigung für das Tragen des Qualitätssiegels durch erneute Antragstellung um weitere fünf Jahre zu verlängern. Dieser Aufforderung des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung kamen die Schulleiterinnen:

Frau Ute Ott, von der Regionalen Schule „Karl-Scharfenberg“ Neustadt-Glewe, Frau Annett Laß von der Schule mit den Förderschwerpunkten Lernen und geistige Entwicklung Sternberg, Frau Cordula Lovin von der Pestalozzischule Parchim; Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen, Frau Heike Schwedt von der Grundschule „Alexander Behn“ Sternberg sowie Frau Babett Jahnke von der Schule am Ruhner Berg Marnitz ohne zu zögern fristgerecht nach.

Nach der positiven Einschätzung der Präventionsarbeit durch die Schulkonferenz, das Schulamt und den Kommunalen Präventionsrat beurteilte die Jury, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung, dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie der Unfallkasse zusammensetzt, in den zurückliegenden Wochen auch die Anträge unserer Schulen aus dem Landkreis und gab die Zustimmung für die Siegelverlängerung. Am 19.10.2017 eröffnete der Landrat, Herr Rolf Christiansen, im Solitärgebäude des Landkreises am Standort Parchim die Festveranstaltung und bedankte sich bei den anwesenden Schulleiterinnen, stellvertretenden Schulleiterinnen und Schulsozialarbeiterinnen für ihren besonderen Einsatz  zum Thema Sicherheit in der Schule. Die feierliche Übergabe der Qualitätssiegel „Sicherheit macht Schule“ erfolgte durch den Geschäftsführer des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung, Herrn Armin Schlender. Der Kommunale Präventionsrat des Landkreises ehrte die Qualitätssiegelträger zusätzlich mit jeweils 150,00 €, die durch Herrn Christiansen, in seiner Funktion als Vorsitzender des Kommunalen Rates, in Form eines symbolischen Schecks übergeben wurden. Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgten Frau Doreen von Berg und Frau Donying Ackermann am Digital-Klavier. Nach der Auszeichnung nutzten die Vertreterinnen der Schulen die Möglichkeit, über ihre konkreten Projekte vor Ort zu berichten. Dazu zählen u.a. Streitschlichterprogramme, die Präventionsprojekte der Polizeiinspektion Ludwigslust, Motivationstrainingsstunden, aktive Pausengestaltung, Elternarbeit, sowie die kontinuierliche Netzwerkarbeit mit den Vereinen und Verbänden vor Ort. Auch zur Bedeutung ihrer Schulsozialarbeiterinnen waren sich die Leiterinnen der schulischen Einrichtungen einig. Ohne deren Einsatz wäre die Umsetzung von vielen Projekten und Maßnahmen in der professionellen Form nicht möglich.

Das Thema Sicherheit und damit ist der Schutz vor Gesundheitsgefährdungen, Unfällen und Gewalt in jeglicher Form gemeint, rückt in den Schulen immer mehr in den Blickpunkt auch in den des öffentlichen Interesses.

Der Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung Mecklenburg-Vorpommern vergibt auch weiterhin gemeinsam mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur das Qualitätssiegel „Sicherheit macht Schule“, um besondere Leistungen in Bezug auf die Vorbeugung und Verhinderung von Gewaltvorfällen, die Unfallvorsorge und den Gesundheitsschutz zu würdigen.

Eine Bewerbung um das Qualitätssiegel bzw. dessen Verlängerung, welches bereits 36 Schulen im Land tragen, erfolgt durch die jeweilige Schulleitung. Der Antrag ist in Form des Formulars bis zum 30.Juni eines Jahres an den Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung M-V zu senden.

Informationen zum Programm sowie das Antragsformular finden Sie im Internet unter www.kriminalprävention-mv.de oder wenden Sie sich bei Interesse an die Koordinatorin des Kriminalitätspräventionsrates des Landkreises Ludwigslust-Parchim, Frau Anett Nuklies, unter der Telefonnummer: 03871-722 1605.

Preisträger beim Landespräventionstag 2017

Preisträger beim Landespräventionstag am 14.09.2017 in Schwerin -

Aphasiker-Zentrums Mecklenburg Vorpommern e.V.

„Aphasie - die verlorene Sprache“

Mehr als 200 Schülerinnen und Schüler der Landkreise Ludwigslust-Parchim sowie der Mecklenburgischen Seenplatte nahmen seit Jahresanfang am Projekt: „Aphasie - die verlorene Sprache“ teil und können jetzt ihr Wissen als Multiplikatoren in Sachen Aphasie/ Verkehrsunfallprävention weitergeben. Mit dem Projekt informiert das Aphasiker-Zentrum Mecklenburg-Vorpommern e.V., ein gemeinnütziger Verein mit Sitz am Mediclin Reha-Zentrum Plau am See, gemeinsam mit Betroffenen, Schüler über Aphasie und Halbseitenlähmung als mögliche Folgen eines Verkehrsunfalls.

Das Projekt wird unterstützt vom Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung in MV und wurde am 14.09.17 auf dem 9. Landespräventionstag Mecklenburg-Vorpommern von Frau Birgit Hesse, Ministerin für Bildung Kultur und Wissenschaft M-V, ausgezeichnet.

Aphasie, was ist das überhaupt? Anja Richter, Sprachwissenschaftlerin erklärte: “Aphasie ist eine Sprachstörung, die z.B. nach einer Schädel-Hirn Verletzung oder nach einem Schlaganfall entstehen kann. Ganz plötzlich werden automatisch genutzte sprachliche Fähigkeiten, wie Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben, zu harter Arbeit. Eine Aphasie ist eine Sprach-, keine Denkstörung. Von Aphasie betroffen zu sein, fühlt sich an, - „wie ein Vogel im Käfig“, und außerhalb des Käfigs läuft das Leben weiter: www.aphasie-mv.de.

Ein Verkehrsunfall kann jeden treffen, die Gefahr ist aber in den entsprechenden Risikoaltersgruppen der jungen Verkehrsteilnehmer nur unterschwellig präsent. Videos, Plakate und Flyer zum Thema Verkehrsunfall schockieren oft nur kurzzeitig. Ein schweres Schädel-Hirn-Trauma begleitet Betroffene oft lebenslang und berührt das gesamte Lebensumfeld: Freunde, Familie, Beruf. Im Projekt des Aphasiker-Zentrums Mecklenburg Vorpommern e.V., geben Betroffene ungefiltert eigene Erfahrung an Schüler weiter. Andrea Beyer, die das Projekt, von der Geburtsstunde an als Betroffene begleitet, berührt mit ihrer persönlichen Geschichte. Sie ist Referendarin für Deutsch und Geschichte, als sie auf dem Weg zu einer Fortbildung einen schweren Verkehrsunfall erleidet, der ihr Leben schlagartig verändert. Heute begleitet sie das Projekt im Ehrenamt und gibt ihr Wissen weiter. Das gemeinsame Kennenlernen macht für die Schüler spürbar, was es heißt, plötzlich von einer Aphasie betroffen zu sein und sich mit diversen Einschränkungen arrangieren zu müssen, wie zum Beispiel, einhändig eine Mahlzeit zubereiten, einen Reißverschluss mit einer Hand zu schließen, mit Worten zu kämpfen, wenn keiner zuhört.

In der Weiterentwicklung des Projekts finden Schulungen für Betroffene statt: „Aphasiker als Tutoren – Mentaltraining am Tablet“.

Andrea Beyer erklärt stellvertretend für alle anderen, die das Projekt ehrenamtlich begleiten: „Wir sind so stolz. Die Auszeichnung ist eine große Anerkennung unserer Arbeit.“ Alle Tutoren freuen sich auf ihren nächsten Einsatz in der Schule.

Auskunft über Aphasie erhalten Sie im Aphasiker-Zentrum M-V e.V., Quetziner Str. 90, 19395 Plau am See, Tel 038735/86130 und E-Mail: plau@aphasie-mv.de,

www.aphasie-mv.de

 

Text: A. Richter/A. Nuklies; Fotos: Olaf Jasmund

Fachtag 2016

Fachtagung mit großer Resonanz

 „Gewaltfreie Kommunikation“ lautete das Thema der Fachkonferenz am 31.05.2016, zu welcher der Kommunale Präventionsrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozial- sowie Kinder- und Jugendarbeit des Landkreises in das  Solitärgebäude eingeladen hatte. Frau Heidrun Dräger, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises und seit vielen Jahren Mitglied des Kommunalen Präventionsrates (KPR) eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Die Koordinatorin des KPR, Frau Anett Nuklies, gab Erläuterungen zu verschiedenen Möglichkeiten der Förderung von Präventionsprojekten durch den Landesrat für Kriminalprävention sowie den KPR und gab Tipps und Anregungen für die Präventionsarbeit. So findet man beispielsweise evaluierte Präventionsprojekte unter

www.gruene-liste-praevention.de oder www.dpt-map.de im Internet.  Der nächste Programmpunkt war die Vorstellung von Präventionsprojekten der Polizeiinspektion Ludwigslust durch Polizeihauptkommissarin und Präventionsberaterin Frau Kathleen Guder. Frau Guder präsentierte sehr anschaulich die laufenden Projekte an Schulen, in Freizeit- und Jugendeinrichtungen oder auch bei Seniorenveranstaltungen. Neu ins Präventionsprogramm aufgenommen wurde u.a. eine Verkehrsschulung für Neuzugewanderte. Überlegenswert für die Planung/Organisation von Präventionstagen war auch die anschließende Kurzvorstellung des „Ensembles Radiks“ aus Berlin. Verschiedene Stücke sind als mobile Theaterproduktion für Schulen und Jugendeinrichtungen in deren Programm.

Der thematische Schwerpunkt der Konferenz, der Fachvortrag von Herrn Dipl. Päd. Volkmar Suhr, beinhaltete die Komplexe „Lebenswelten“, „Wertschätzendes“, „Gewaltfreies“ und „Interkulturelles“.  Herr Suhr verstand es -  trotz der am Nachmittag merklich angestiegenen Temperaturen im Raum - das Publikum mit seinen Darlegungen zu fesseln.

Auch das Thema Salafismus, als Herausforderung für präventives Handeln, weckte starkes Interesse. Es war ein ausgefüllter Tag, wobei auch die Tagungspausen zu einem angeregten Erfahrungs- und Informationsaustausch genutzt wurden.

Planung, Vorbereitung und Durchführung erfolgte durch das Team des Fachdienstes 16, dem Büro für Chancengleichheit, unter Leitung von Frau Dräger. Gefördert wurde die Fachkonferenz durch den Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung Mecklenburg-Vorpommern, der seit 1994 landesweit Organisationen, Behörden und Einrichtungen bei der Vorbeugung und Verhinderung von Gewalt und Kriminalität auch finanziell unterstützt.

Impressionen vom Fachtag 31.05.2016