Büro für Chancengleichheit:

Bundesprogramm "Demokratie leben!" Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit

Quelle: Regiestelle "Demokratie leben!" /Andreas Schickert

Projektausschreibung 2017

Weiterentwicklung des Bundesprogramms "Demokratie leben!" 2017

„Ob auf der Straße, im Sportverein oder im Supermarkt: Rassistische und menschenfeindliche Parolen nehmen zu – und auch die Zahl der Angriffe gegen Minderheiten, Geflüchtete und Engagierte. Diese Radikalisierung gefährdet den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.“ (Quelle: Auszug aus der Rede der Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig am 09.November 2016 auf dem Demokratiekongress der Bundesprogramme „Demokratie leben!“ und „Zusammenhalt durch Teilhabe“. www.demokratie-leben.de)

„Die „Partnerschaften für Demokratie“ sollen die zielgerichtete Zusammenarbeit aller vor Ort relevanten Akteurinnen und Akteure für Aktivitäten gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit sowie für die Entwicklung eines demokratischen Gemeinwesens unter aktiver Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger unterstützen und zur nachhaltigen Entwicklung lokaler und regionaler Bündnisse in diesen Themenfeldern beitragen. Im partnerschaftlichen Zusammenwirken, insbesondere von kommunaler Verwaltung und Zivilgesellschaft, wird eine lebendige und vielfältige Demokratie vor Ort sowie eine Kultur der Kooperation, des respektvollen Miteinanders, der gegenseitigen Anerkennung und Unterstützung weiter entwickelt.“ (Quelle: Leitlinie Förderbereich A, Punkt 2.1)

Schwerpunkte für strategische Ziele können daher sein:

  • Förderung und Stärkung des programmrelevanten Engagements
  • Förderung der Ausgestaltung einer vielfältigen lokalen Kultur des Zusammenlebens
  • Förderung der Bearbeitung programmrelevanter lokaler Problemlagen

Antragsverfahren 2017

Im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" können gemeinnützige Vereine und Organisationen Anträge zur Förderung von Projekten im Gebiet des Landkreises stellen, die den Förderschwerpunkten entsprechen.

Schwerpunkte der Projektförderung 2017:

  • Stärkung der Zivilgesellschaft und Vermittlung von Werten wie Toleranz und Demokratie im Rahmen der bildungspolitischen Arbeit
  • Entwicklung von mehr Verständnis für gemeinsame Grundwerte und kulturelle Vielfalt, Förderung der Achtung der Menschenwürde und Bekämpfung jeder Form von Extremismus, insbesondere dem Rechtsextremismus
  • Einsatz gegen Gewalt und Menschenfeindlichkeit jeglicher Form

Neue Themen sind:

  • Engagement im Netz
  • Radikalisierungsprävention in Gefängnissen
  • Demokratiearbeit in Bildungseinrichtungen
  • Engagement und Vielfalt in der Arbeits- und Unternehmenswelt
  • Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft

Gefördert wird in den Bereichen:

  • Jugendarbeit
  • Kultur
  • Soziale Integration
  • Bürgeraktivierung
  • Demokratie –und Toleranzerziehung
  • Demokratiestärkung im ländlichen Raum

Es stehen im Kalenderjahr 2017 Bundesmittel zur Verfügung. Eine Kofinanzierung durch Dritt- oder Eigenmittel ist keine Voraussetzung, aber gewünscht.

Über die Projektanträge entscheidet der Begleitausschuss. Das Projekt muss bis zum 31. Dezember 2017 beendet sein. Nach Abschluss des Projektes ist ein Verwendungsnachweis vorzulegen.

Das Antragsformular finden Sie hier:

 Der Begleitausschuss entscheidet zeitnah, ob ein Zuschlag, entsprechend den Leitlinien, möglich ist.

 

Ansprechpartnerinnen

Uta Gellermann    Tel. 03871/722 1603

Anett Nuklies        Tel. 03871/722 1605

Begleitausschuss

Die Einrichtung eines Begleitausschusses in der Vertreterinnen und Vertreter der verschiedensten zivilgesellschaftlichen und staatlichen Akteure welche gemeinsam die kommunale Strategie des Landkreises diskutieren und auf regionale Problemlagen reagieren können hat sich im Netzwerk des sozialen Aktionsplanes des Altlandkreises Ludwigslust bewährt. (Anm.: Bis 2014 konnte das Bundesprogramm „Toleranz fördern – Kompetenzen stärken“ nur im Gebiet des Altkreises Ludwigslust umgesetzt werden.) Da in diesem Begleitausschuss neben fachlichen Akteuren wie z.B. dem Regionalzentrum für demokratische Kultur Westmecklenburg auch BürgermeisterInnen als regionale Partner vor Ort ebenso wie regionale im Themenbereich aktive Vereine und Verbände aber auch die Verwaltungsebene des Landkreises einbezogen werden, ist eine allumfassende und vielseitige Betrachtung der Problemlage möglich. Das Netzwerk des Altlandkreises Ludwigslust besteht, die Partner kennen sich und kooperieren langjährig miteinander. Im Gebiet des Altkreises Parchim werden diese Strukturen nun aufgebaut. D.h. neben den bestehenden Partnern aus Verwaltung und vorhandenem Netzwerk des Altkreises Ludwigslust werden jetzt die entsprechenden Partner des Altkreises Parchim eingebunden.

 

Begleitausschuss mit den verschiedenen Akteuren und Institutionen setzt sich wie folgt zusammen: Eltern/ Kreiselternrat, Mehrgenerationenhäuser mit ihren Netzwerken, RAA MV e.V, Mahn- und Gedenkstätte Wöbbelin, Koordinatorin Präventionsrat, Vertreter Kreisseniorenbeirat, Kreisschülerrat/Jugendforum, Kreisjugendring, , Vertreter der Politik, Verwaltung der entsprechenden fachlichen Bereiche, Kirche, Pädagogen/SchulleiterInnen, BürgermeisterInnen.

Impressionen von der Demokratiekonferenz März 2017

Kreisjugendring erhält den Zuwendungsbescheid 2017

Kreisjugendring Ludwigslust-Parchim e.V. erhält den Zuwendungsbescheid für Durchführung des kreisweiten „Jugendforum 2017“

Am vergangenen Donnerstag, im Rahmen der 1. Demokratiekonferenz 2017 des Bundesprogramm „Demokratie leben!“ im Landkreis Ludwigslust-Parchim, erhielten der Vorstandsvorsitzende Nico Conrad sowie Geschäftsführer Markus Welz aus den Händen von Anett Nuklies und Uta Gellermann, Koordinierungs- und Fachstelle des Bundesprogramms (Büro für Chancengleichheit), den diesjährigen Zuwendungsbescheid über 6.000€ für die Durchführung des Jugendforum 2017 im Landkreis Ludwigslust-Parchim.

Ein Teil dieser Gelder wird für die Durchführung der geplanten, zweitägigen Dialogveranstaltung zwischen Jugend und Politik im November verwendet, der größte Teil aber steht als Mikroprojektförderung für Vereine, Initiativen und Gruppen bereit, welche beim Kreisjugendring Ludwigslust-Parchim e.V. beantragt werden können.

„Das jugendliche Organisationsteam hat auch dieses Jahr beschlossen, wieder kreisweit Mikroprojekte mit einer Summe bis zu 450,00€ zu fördern. Die entsprechenden Unterlagen und Richtlinien dafür finden interessierte Antragsteller auf der Homepage des KJR unter: https://www.kjr-lup.de/jugendforum-ludwigslust-parchim/. Bei der Antragstellung und Beratung steht der Jugendring natürlich gewohnt hilfreich zur Seite.“, informiert Nico Conrad. „Über die Vergabe entscheiden, nach Prüfung aller Kriterien und gemeinsamer Beratung, jedoch allein die Jugendlichen des Organisationsteams. Diese Form von Jugendbeteiligung, in Verbindung mit Verantwortung für eigene Projekte und dazugehörige Finanzierung, ist uns wichtig und funktioniert sehr gut.“ zeigt sich der Vorsitzende auch sichtlich zufrieden.

Das Jugendforum 2017 im Landkreis Ludwigslust-Parchim wird gefördert aus Mitteln des Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ sowie aus Eigenmitteln des Landkreis Ludwigslust-Parchim.

 

Bundesprogramm „Demokratie leben!“ – 2. Demokratiekonferenz 2016 in Parchim am 06.12.2016

2. Demokratiekonferenz 2016 zum Thema der Kampagne „No Hate Speech“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“

Die 2. Demokratiekonferenz des Landkreises Ludwigslust-Parchim fand am 6. Dezember unter reger Beteiligung der Öffentlichkeit im Landratsamt Parchim statt. Viele Gäste sind selbst Akteure in einer der zahlreichen Demokratie-Projekte im Landkreis, die durch das Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ gefördert werden.

Das Hauptthema der Demokratiekonferenz: „ No Hate Speech“ – ist höchst brisant und aktuell.

Am 29. Juni 2016 hat Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig eine gleichnamige Kampagne gestartet, um ein weiteres Zeichen gegen Hass und Gewalt zu setzen“ so Wolfgang Schmülling, stellvertretener Landrat. „Wir sollten uns auch fragen, was ist der Anlass, der Auslöser, dass gruppenbezogene Menschlichkeit so sichtbar zutage tritt. Sind es die Flüchtlinge und Asylsuchenden, die die Gesellschaft 2015 vor neue Herausforderungen stellte? Diese Antwort wäre zu einfach.“

Auch im Landkreis Ludwigslust-Parchim ist die Zahl rechtsextremer Gewalttaten gestiegen: Aus den Medien konnten Sie beispielsweise entnehmen, dass im August eine im Bau befindliche Moschee zugemauert und mit Aufschriften verunstaltet wurde. Und das passierte in Parchim! Es kam zu Sachbeschädigungen an Asylbewerberunterkünften im Landkreis, wobei auch Bewohner verletzt wurden. Auch das Reichsbürgerspektrum macht keinen Bogen um unseren Landkreis.

Nicht nur in Deutschland, sondern überall in Europa ist ein Rechtsruck zu verzeichnen, der sich besonders im Internet niederschlägt. Der Hass und die Hetze zeigen sich aber nicht nur in Propaganda und Verbalattacken – was schon schlimm genug ist – sondern werden zunehmend von jungen Menschen auch in die Tat umgesetzt. Zu diesem Fachthema referierte Frau Gesa Stückmann, Rechtanwältin aus Rostock, die auch über das Programm „Law4school“ Webinare gibt. „Hass ist keine Meinung. NO-Hate-SPEECH.DE“

Auch bei uns im Landkreis - bedarf es zielgerichteter Präventionsstrategien, denn eine wirksame Arbeit gegen demokratiegefährdende gesellschaftliche Entwicklungen muss an den konkreten Problemen und Bedürfnissen vor Ort ansetzen.  Hier ist das Engagement von Akteurinnen und Akteuren aus Politik und Zivilgesellschaft von Nöten und muss auf allen Ebenen – auf Bundes- und Landesebene sowie regional und lokal – angesetzt werden.

Darüber hinaus gaben die Projektmitarbeiterinnen aus dem Büro für Chancengleichheit, Uta Gellermann und Anett Nuklies, einen Überblick zur Projektabrechnung 2016  und einen Ausblick zum Bundesprogramm „Demokratie leben!“ 2017.

Näheres zum Bundesprogramm „Demokratie leben!:
Büro für Chancengleichheit, Anett Nuklies und Uta Gellermann, erreichbar unter 03871/ 722 1605 oder -1603

Impressionen von der 2. Demokratiekonferenz 6.12.2016

Impressionen von der 1. Demokratiekonferenz 2016

Projekte 2016

Ausstellung des Kreisfotowettbewerbs auf der Burg Neustadt-Glewe

Ausstellungseröffnung des Kreisfotowettbewerbs am 09.10.2016 auf der Burg Neustadt-Glewe

 

„Kulturelle Vielfalt im Landkreis Ludwigslust-Parchim“

Im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! – Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit wurde dieses Projekt vom Fotoclub Neustadt-Glewe e.V. gemeinsam mit dem Büro für Chancengleichheit und dem Fachdienst Bildung, Kultur und Sport des Landkreises Ludwigslust-Parchim ins Leben gerufen.

„Mitte März dieses Jahres erfolgte die Ausschreibung für diesen Kreisfotowettbewerb. Die Teilnehmer konnten bis zu drei Fotos einreichen, die allesamt einen Bezug zur kulturellen und geschichtlichen Identität zu unserem Landkreis haben, die Aussagen über soziale Integration darstellen, die über die Vielfalt unseres täglichen Lebens berichten oder die Schönheit unserer Heimat zeigen“, berichtet Landrat Rolf Christiansen. Daraufhin wurden insgesamt 65 Fotos eingereicht, die von einer Jury bewertet und aus denen die zehn Preisträger ausgewählt wurden.

Mit diesem Projekt ist es den Teilnehmern und Initiatoren gelungen, sich auf künstlerische Art und Weise mit den Themen Heimat, Demokratie, Integration und kulturelle Vielfalt auseinanderzusetzen. Die Fotographie ist in diesem Zusammenhang ein besonderes Medium.

Ein Foto ist nicht laut – wie eine Rede oder ein Song.

Eine Fotographie ist aber auf gar keinen Fall stumm.

Fotos brauchen keine Sprache, um Ausdruck zu verleihen. Es sind oftmals Bilder, an die wir uns erinnern, die uns erfreuen, die uns nicht vergessen lassen oder ermahnen. Fotos beeindrucken. Fotographien sind verständlich für jedermann, egal welche Sprache man spricht oder welcher Herkunft man ist – Fotos verbinden!“ (Auszüge aus dem Grußwort der 2. Stellvertretende Bürgermeisterin Stadt Neustadt-Glewe Frau Dörte Ecks)

 

Sternfahrt