Unterhaltsvorschuss

Anspruch auf Unterhaltsvorschussleistungen haben Kinder, die bei einem allein stehenden Elternteil leben und das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, wenn sich der andere Elternteil den Unterhaltsverpflichtungen entzieht oder dazu ganz oder teilweise nicht in der Lage ist.

Unterhaltsvorschussleistungen werden längstens für 72 Monate bis zum 12. Lebensjahr gewährt. Die Leistungen müssen schriftlich im Jugendamt beantragt werden. Das persönliche Erscheinen des Antragstellers ist notwendig. Informationen zum Unterhaltsvorschuss entnehmen Sie bitte dem Merkblatt sowie dem Dienstleistungsportal des Landes M-V.

Hier erhalten Sie den Antrag auf Unterhaltsvorschuss:
Unterhaltsvorschussantrag

 

Gesetzliche Grundlage

Gesetz zur Sicherung des Unterhalts von Kindern allein stehender Mütter und Väter durch Unterhaltsvorschüsse oder –ausfallleistungen (Unterhaltsvorschussgesetz) vom 23. Juli 1979 (BGBl. Teil I S. 1184) in der Fassung der Bekanntmachung vom 17.07.2007 (BGBl. Teil I S. 1446) zuletzt geändert durch das Erste Gesetz zur Änderung des Unterhaltsvorschussgesetzes vom 21.12.2007 (BGBl. Teil I S. 3194).

Ansprechpartner

 

Nachname des Kindes:
A-Buk

Frau Goltz
Raum B 207
Tel. 03871 722-5146
E-Mail: kgoltz@kreis-lup.de

 

Nachname des Kindes:
Bul-Gä

Frau Wolter
Raum B 208
Tel. 03871 722-5144
E-Mail: dwolter@kreis-lup.de

 

Nachname des Kindes:
Ge-H

Frau Lischke
Raum B 213
Tel. 03871 722-5140
E-Mail: klischke@kreis-lup.de

 

Nachname des Kindes:
I-Kos

Frau Rolletschek
Raum B 208
Tel. 03871 722-5143
E-Mail: irolletschek@kreis-lup.de

 

Nachname des Kindes:
Kot-Mas

Frau Seddig
Raum B 211
Tel. 03871 722-5141
E-Mail: kseddig@kreis-lup.de

 

Nachname des Kindes:
Mat-Pra

Frau Schardien
Raum B 213
Tel. 03871 722-5139
E-Mail: aschardien@kreis-lup.de

 

Nachname des Kindes:
Pre-Schö

Frau Wolff
Raum B 209
Tel. 03871 722-5147
E-Mail: swolff@kreis-lup.de

 

Nachname des Kindes:
Schra-Tap

Frau Jahnke
Raum B 211
Tel. 03871 722-5142
E-Mail: ejahnke@kreis-lup.de

 

Nachname des Kindes:
Tar-Z

Frau Gäde
Raum B 207
Tel. 03871 722-5145
E-Mail: cgaede@kreis-lup.de

 

SBUnterhaltsvorschuss

Frau Hosemann
Raum B206
Tel. 03871 722-5194
E-Mail: s.hosemann@kreis-lup.de

 

 

SBUnterhaltsvorschuss

Herr Bädker
Raum B206
Tel. 03871 722-5256
E-Mail: joerg.baedker@kreis-lup.de  

 

Allgemeine Informationen

Mütter und Väter, die ihr Kind allein erziehen, sind meist mit erschwerten Bedingungen konfrontiert. Wenn bestehende Unterhaltsverpflichtungen von einem Elternteil nicht erfüllt werden, so darf dies nicht zu Lasten des Kindes gehen. Zur finanziellen Entlastung allein stehender Elternteile kann daher aus öffentlichen Mitteln ein Unterhaltsvorschuss gewährt werden.

Der Anspruch auf Unterhaltsvorschuss ist auf 72 Monate begrenzt und endet spätestens mit der Vollendung des zwölften Lebensjahres des anspruchberechtigten Kindes.

Der Unterhaltspflichtige wird durch den Unterhaltsvorschuss nicht von seiner Unterhaltspflicht befreit. Unterhaltsvorschussleistungen werden von der auszahlenden Stelle vom Unterhaltspflichtigen zurückgefordert.

 
  • Kind muss beim Vater oder bei der Mutter leben / nicht bei den Großeltern
  • wird gewährt, wenn der familienferne Elternteil nicht zahlt / nicht zahlen kann, wenn das Kind nur eine geringe Halbwaisenrente erhält oder wenn der Kindesvater nicht bekannt ist (nur unter bestimmten Voraussetzungen
  • Anspruch ab dem Monat, in dem der Antrag eingeht
    (einen Monat rückwirkend kann nur bewilligt werden, wenn der Unterhaltspflichtige nachweislich, z. B. mit Einschreiben/Rückschein, aufgefordert wurde, Unterhalt zu zahlen – Nachweise sind beizufügen)

Rechtsgrundlagen

  • § 1 Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) (Berechtigte)
  • § 2 Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) (Umfang der Unterhaltsleistung)
  • § 3 Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) (Dauer der Unterhaltsleistung)
  • § 6 Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) (Auskunfts- und Anzeigepflicht)

Erforderliche Unterlagen

  • Personalausweis
  • Geburtsurkunde
  • Meldebestätigung bzw. Melderegisterauskunft
  • wenn vorhanden:
    • Scheidungsurteil bzw. -beschluss
    • Vaterschaftsanerkenntnis oder -feststellung
    • Unterlagen über die gerichtliche Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen
    • Aufenthaltstitel

 

 
  • Bescheide der letzten zuständigen Unterhaltsvorschusskasse – sofern zutreffend
  • aktueller Einkommensnachweis (des alleinerziehenden Elternteils/Antragsteller) in Kopie

Voraussetzungen

Der andere Elternteil

  • entzieht sich den Zahlungsverpflichtungen,
  • ist zu Unterhaltsleistungen ganz oder teilweise nicht in der Lage oder
  • ist als Unterhaltspflichtiger verstorben, ohne einen (ausreichenden) Anspruch auf Waisenbezüge zu hinterlassen.

Das Kind

  • darf das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben,
  • muss im Bundesgebiet bei einem seiner Elternteile leben, der ledig, verwitwet oder geschieden ist oder von seinem Ehegatten/Lebenspartner dauernd getrennt lebt,
  • erhält nicht oder nicht regelmäßig Unterhalt von dem anderen Elternteil oder wenn dieser oder ein Stiefelternteil gestorben ist, Waisenbezüge, die unterhalb des Unterhaltsvorschussbetrages liegen.

Ausländische Kinder erhalten Unterhaltsvorschuss, wenn ihr Aufenthalt in Deutschland nach ihrem Aufenthaltstitel oder dem des betreuenden Elternteils sowie ggf. des Zugangs des betreuenden Elternteils zum Arbeitsmarkt voraussichtlich dauerhaft ist.

Kein Anspruch besteht, wenn z.B.

  • beide Elternteile in häuslicher Gemeinschaft leben,
  • der betreuende Elternteil (wieder) heiratet,
  • das Kind in einem Heim oder in Vollzeitpflege untergebracht ist.

Kosten

 
  • Es entstehen keine Kosten für die Antragstellung
  • Schadensersatzpflicht gegen den Elternteil, bei dem das Kind lebt, wenn UVG bezogen wird, aber die Anspruchsvoraussetzungen nicht mehr gegeben sind (Heirat, Kind nicht mehr im Haushalt, Unterhaltszahlungen durch den Unterhaltspflichtigen, hälftige Betreuung durch den anderen Elternteil)

Verfahrensablauf

Der Unterhaltsvorschuss ist schriftlich beim Jugendamt des Landkreises oder der kreisfreien Stadt, in dem das Kind mit seinem allein erziehenden Elternteil wohnt, zu beantragen. Das Antragsformular sowie ein ausführliches Merkblatt können Sie sich bei der zuständigen Stelle persönlich abholen beziehungsweise von dort zusenden lassen. Sie können den ausgefüllten Antrag persönlich übergeben oder schriftlich übermitteln.

Wenn Sie einen Antrag stellen, müssen Sie unter anderem den Namen und den Aufenthaltsort des Unterhaltspflichtigen nennen, sofern Ihnen diese bekannt sind (Mitwirkungspflicht). Andernfalls kann der Anspruch auf Unterhaltsvorschuss ggf. ausgeschlossen sein.

Fristen

 
  • Anspruch ab dem Monat, in dem der Antrag eingeht (einen Monat rückwirkend kann nur bewilligt werden, wenn der Unterhaltspflichtige nachweislich, z. B. mit Einschreiben/ Rückschein, aufgefordert wurde, Unterhalt zu zahlen – Nachweise sind beizufügen)

Hinweise

  • bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres: zurzeit 150,00 Euro monatlich
  • vom siebenten bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres: zurzeit 201,00 Euro monatlich

Von den genannten Unterhaltsvorschussbeträgen werden Unterhaltsleistungen des anderen Elternteils oder die Waisenbezüge, die das Kind nach dessen Tod oder nach dem Tod eines Stiefelternteils erhält, abgezogen.

 
  • Bei der Prüfung des Unterhaltspflichtigen – Selbstbehalt = 1.080,00 € (seit dem 01.01.2015) -> ggf. Herabsetzung des Selbstbehalts beim Zusammenleben mit einem Lebensgefährten/Ehepartner

Zuständige Stelle

  • wenn Sie in einer kreisfreien Stadt wohnen: die Stadtverwaltung
  • wenn Sie in einem Landkreis wohnen: das Landratsamt

Fachlich freigegeben durch

Dieser Text wurde freigegeben durch das Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales Mecklenburg-Vorpommern. Stand: 27.08.2012