Autor Thema: Teilziel: "Das Mobilitätsangebot ist angemessen und zugänglich für alle Bevölkerungsgruppen."  (Gelesen 198 mal)

Admin

  • Administrator
  • Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 8
Fragen an Sie:

a) Sie nutzen bereits den Rufbus: Welche Erfahrungen haben Sie bisher mit dem Rufbus gesammelt und was könnte noch verbessert werden?

b) In Ihrer Region steht der Rufbus noch nicht zur Verfügung: Würden Sie den Rufbus nutzen und hätten Sie noch Vorschläge dazu?


Ausführliche Details hierzu finden Sie im Konzeptdokument. Hier können Sie den entsprechenden Auszug als PDF-Datei herunterladen und ansehen (s. Folie 20): KEK_2030_Handlungsfeld-Lebenswerte-Orte_28.06.2017.pdf

Das gesamte Konzept finden Sie hier: KEK_LUP_2030_Entwurf_Langfassung_28.06.2017.pdf
« Letzte Änderung: 29. Juni 2017, 12:35:34 von Admin »

Uwe Mergel

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 20
Ich bin Coach beim Männercoaching der FAW in Ludwigslust, ca. 20 langzeitarbeitslose Männer betreue ich da. Die Teilnehmer wechseln. Ein großes Problem ist die fehlende Mobilität vieler auch älterer Männer, sie wohnen in ländlichen Regionen, wo die Busse besonders in den Ferien kaum fahren und auch sonst der ÖPNV gekürzt wurde. Viele Männer und Menschen können ohne eigene Mobilität kaum oder nur schwer die nächste Stadt erreichen, können so auch mögliche Bildungs- Jobangebote kaum nutzen. Wir haben und hatten im Männercoaching viele Diskussionen dazu, wie können solche Menschen dann in einem Schichtsystem in einer Firma arbeiten, wenn sie nicht zur und von der Arbeit nach Hause kommen. Das setzt sich fort in der Freizeit, viele Leute können nach Feierabend oder am Wochenende mit öffentlichen Nahverkehr kaum zu Veranstaltungen kommen oder zu Besuchen hier und da, man hat Dörfer und Orte oft abgeschnitten. Oft habe ich gehört, die Fahrpläne von Bus und Bahn sind nicht gut abgestimmt, auch das ein Problem.
So werden kurz gesagt viele Leute, die Maßnahmen der JC und der BA besuchen, danach kaum oder nicht lange in Arbeit kommen können, allein schon verkehrstechnisch begründet. Das erlebe ich beim Männercoaching sehr massiv, bei vielen Gesprächen und Diskussionen.
Meine Frau und ich haben auch erst 1992 sehr teuer bezahlt den Führerschein abgelegt- gemacht, wir wären sonst Langzeitarbeitslose und wohnen sogar in einer Stadt- in Lübz. Auch unsere beiden Söhne haben teuer ihren Führerschein gemacht und wären sonst ohne Arbeit, einer hat sogar seinen Lkw- Führerschein selber bezahlt, um endlich Arbeit zu finden.
Mobilität und Arbeit, aber auch Freizeit sind eng miteinander verbunden.
Und Energiewende, Umwelt- Klimaschutz, das geht nicht ohne ein dichtes, bequemes und preiswertes Netz des ÖPNV, dazu müssen sich Politik und Staat bekennen, auch wenn es teuer ist. Eine alternde Gesellschaft muss da endlich handeln wollen und können.

Vorwerk Huhn

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 3
Die Bahnstrecke Güstrow–Meyenburg ist eine nord-südliche Nebenbahn in Mecklenburg und Brandenburg. Sie verbindet Güstrow und Plau am See mit Meyenburg. Der planmäßige Personenverkehr auf dieser Strecke wurde im Jahr 2000 eingestellt.

Quelle : Wikipedia

Südbahn :

Die 117 Kilometer lange Strecke verband die Kreisstadt Parchim mit dem Bahnknoten Neubrandenburg. Sie bildete die Fortsetzung der Parchim-Ludwigsluster Eisenbahn und führte nach Überschreitung der Elde über Lübz und Karow nördlich der großen Seen entlang nach Waren (Müritz), benutzte dann fast sieben Kilometer der Lloydbahn Warnemünde–Güstrow–Neustrelitz bis Kargow und zweigte schließlich nach Osten über Penzlin nach Neubrandenburg ab.

Quelle : Wikipedia

Wohin soll der Rufbus denn Fahrgäste mit Rollator, Rollstuhl, Kinderwagen oder Fahrrad eigentlich  bringen ?
« Letzte Änderung: 16. Juli 2017, 21:01:40 von Vorwerk Huhn »

Uwe Mergel

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 20
Teilnehmer am Männercoaching in Ludwigslust haben mir berichtet, es war oft nicht einfach, den Rufbus zu bestellen, einige sind daran fast verzweifelt. Dann hielt der Rufbus die vereinbarten Zeiten oft nicht ein, musste ja längs und quer bei Bedarf fahren, um die Leute abzuholen. Manche Orte waren auch mit Rufbus nicht verbunden, nicht erreichbar, habe ich gehört. Das Wort hat manche schon zum Schmunzeln gebracht, Rufbus, ...da stellten sich manche noch mehr vor. Ich brauche einen Bus und rufe ihn (an), so in etwa. Aber so was war ja nie geplant. Vielleicht sollten die Bürgermeister der kleinen Orte und Gemeinden, aber auch der Städte ihre mündigen Bürger fragen, wann und zu welchen Zeiten werden Busse auch in den Ferien benötigt, an Wochenenden, um den Bedarf vorher besser klären zu können. Auch mögliche Arbeitgeber und Träger von Maßnahmen der Jobcenter und Agentur für Arbeit sollten sich dieses leidigen und ernsten Themas annehmen. Auch Erholungseinrichtungen, Badestellenbetreiber, Hotels. Pensionen u.a. sollten daran mitwirken.

suedschwede

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 4
Ein angemessenes Mobilitätsangebot setzt voraus, daß Bürger ihre Arbeit mit öffentlichem Verkehrssystem erreichen können. Es muß daher ausreichende Angebote geben, die es mindestens zu normalen Tagesarbeitszeiten ermöglichen Arbeitsplätze in Grund- Mittel, Oberzentren zu erreichen. Fahrzeiten und Preise müssen dabei mit heutigen Kosten für KfZ-Anreise konkurieren können. Da insbesondere die konservativen Parteien und die FDP die Privatisierung und Mautsysteme für Straßenbenutzung vorantreiben, muß es für unsere Bürger in einem Landkreis mit langen Wegen Alternativen geben.
Um bei den Fahrzeiten konkurenzfähig zu werden müssen zumindest alle derzeit vorhandenen Schienenwege für den Personenverkehr reaktiviert werden und mit Zubringerverkehr bedient werden. Für die Bürger des Landkreises sind auch die Anbindungen zu den Mittelzentren Güstrow und Waren, sowie das Oberzentrum Rostock wichtig. Insbesondere im Osten des Landkreises ist eine Anbindung an Berlin ähnlich wichtig, wie die Anbindung an Hamburg. Somit müssen auch grenzüberschreitende Lösungen mit Anbindung an den VBB  geschaffen werden.

Uwe Mergel

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 20
Der Beitrag von Hr./ Fr. Suedschwede ist sehr gut. Unser Landkreis hat ja eine strategische Bedeutung mit dem Flugplatz Parchim und der Lage fast in der Mitte zwischen Berlin und Hamburg. Fast 6 Millionen Menschen oder mehr leben dicht um uns herum, wollen vielleicht bequem mit Bus und Bahn unsere herrliche Gegend kennen lernen. Das macht unsere Region bekannt. Auch internationale Gäste sollen ja immer mehr hier angezogen werden. Das geht nur, wenn man Bahn und Bus wieder voll öffnet, wie vorher fahren lässt und sogar mehr zusätzliche Angebote den Einheimischen und den Touristen gegenüber macht. Das gilt auch besonders noch für die Ferienzeiten. Hier besteht fast nur Nachholbedarf.

Morgen

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 1
Hallo, habe gerademit einer Gruppe junger Erwachsener, allesamt Abiturienten und auf dem Sprung diskutiert. Hier einige Überlegungen:
Das Mobilitätsangebot ist unzureichend und einseitig auf den Autoverkehr ausgerichtet. Schulbesuch mit langen Fahrzeiten und Warteschleifen, Freunde besuchen, zum Sport, Kultur u.a. setzt ein Auto voraus und Eltern die fahren. Ältere Menschen ohne Auto sitzen auf ihren Dörfern fest, Berufspendler haben kaum eine Chance auf ein Auto zu verzichten. Nach Berlin oder Hamburg (eigentlich vor der Tür) Zubringer mit Auto, umsteigen, lange Wege! Umgekehrt genauso.
Hier wäre ein wirklich nachhaltiges und innovatives Konzept notwendig. Das könnte die Region wirklich voranbringen.
Der Rufbus?! Echt kompliziert, wer soll das kapieren? Und dann fahren die Hauptlinien auch nicht öfter. Und billig ist es auch nicht.
Hier brauchen wir ein öffentlich gefördertes Konzept, vielleicht könnte auch jeder Bürger monatlich mit z.B. 1€ einen Beitrag für die allgemeine Mobilität leisten, kleinere Fahrzeuge, häufigere Frequenz vielleicht auch mit einem eingängigeren Rufbuskonzept, alte Bahnlinien wiederbeleben und finanzieren und eine Jahreskarte für alle Bürger gratis mit Spendenoption für die die mehr geben können. Das wäre mal ein Gemeinschaftsprojekt das innovativ Land und Leute mobil machen könnte, dazu die Lebensqualität verbessert, Zugang zu Arbeit , Schule, Kultur und Freizeitangeboten verbessert, Firmen einen Standortvorteile verschafft und zudem vielen Menschen aus den nahen Metropolen Berlin und Hamburg auch ohne Auto eine leicht Anreise und ein Fortkommen in der Region ermöglichen würde (die könneten ja auch etwas zahlen) Übrigens in Waren sind die Züge von und nach Berlin gut gebucht.
In jedem Fall wäre eine Weiterentwicklung des öffentlichen Nah-und Fernverkehrs dringend geboten.

Bitte einloggen oder registrieren, um zu antworten.